Die Urogynäkologie versteht sich im Interdisziplinären Zentrum als Bindeglied zwischen den einzelnen Fachbereichen.
Konservative Therapien
Ernährungsmedizin, Beckenbodentherapie, Instillationen, medikamentöse Therapien, gastroenterologische Abklärungen
Operative Techniken
Artefizielle Sphinktereinlagen offen und laparoskopisch bei Harn- und Stuhlinkontinenz, Sphinkterrekonstruktion bei postpartaler Analinkontinenz, periphere und zentrale Neuromodulation bei Analinkontinenz, überaktiver Blase und interstitieller Zystitis, Unterspritzungen (auch anal), Bandeinlagen, Kolposuspension, Botoxinjektionen, Augmentation (Blasenvergrößerung), Zystektomien (Blasenentfernungen)
Konservative Therapien
Einzel- und Paartherapie
Alltagstest bei Geschlechtsidentitätsstörungen
Operative Techniken
Anlage einer Neovagina mittels Meshgraft-Technik (Status nach Wertheim, Status nach urogynäkologischen Voroperationen, Aplasie der Vagina, Fehlbildungen)
Introitusrekonstruktionen
Umwandlungsoperationen von beiden Geschlechtern
Konservative Therapien
Beckenbodentherapie, Pessareinlagen, Ernährungsmedizin, gastroenterologische Abklärung von Fehlernährung und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Operative Techniken
Vaginale, abdominale und total laparoskopische Hysterektomie, laparoskopische Hysterosakropexie, abdominale und laparoskopische Sakropexie, Scheidenfixation nach Shull, Scheidenplastiken, transanale Techniken, laparoskopische Sigmaresektion
Plastische Chirurgie und Intimchirurgie im Bereich Urogynäkologie
Operative Techniken
Fisteldiagnostik und -verschluss mit allen bisher möglichen Techniken (vaginal und abdominal)
Mittels spezifischer Untersuchungen (Beckenboden-Nadel-EMG und neurologischer Gesamtabklärung) können Patientinnen/en mit MS, M.Parkinson, Spina bifida sowie zentralen und peripheren neurologischen Erkrankungen diagnostiziert und entsprechend therapiert werden. Dafür wurde eine Spezialsprechstunde eingerichtet.
Neben der fachlichen Koordination bemüht sich der Fachbereich Urogynäkologie auch um die Organisation sozialer Projekte. Ein Beispiel dafür ist die Integration der Pflegeheime zur Abklärung und Therapie von Harn und Analinkontinenz im Alter. Der Fachbereich leitet die Erstellung interdisziplinärer diagnosebezogener Fallgruppen (DRGs) und ist maßgeblich an der Erarbeitung von Empfehlungen und Leitlinien beteiligt. Im präventiven Bereich wird das Projekt Beckenboden vor und nach der Entbindung zusammen mit unserer Hebamme bearbeitet. Dazu gibt es Einzelberatungen und Gruppentherapien.
„Mein Anspruch für unser Zentrum ist die Devise von Henry Ford: Zusammenkunft ist ein Anfang. Zusammenhalt ist ein Fortschritt. Zusammenarbeit ist der Erfolg.„
PD Dr. med. habil. Annett Gauruder-Burmester
Fachärztin für Frauenheilkunde, Zusatzbezeichnung:
Sexualmedizin und Curriculum Proktologie